Literatur

Literatur zum Thema Neuraltherapie
Egli S, Pfister M, Ludin SM, Busato A, Fischer L. Können Lokalanästhetika (Neuraltherapie) bei überwiesenen, therapieresistenten, chronischen Schmerzpatienten einen Circulus vitiosus durchbrechen? Neurophysiologie und klinische Daten. Anerkannt als Dissertation an der Universität Bern 2010, in Publikation. Institut für Evaluative Forschung in der Orthopädischen Chirurgie, Universität Bern (A. Busato) und KIKOM, Dozentur Neuraltherapie, Universität Bern (L. Fischer). Kommentar: Alle in einem definierten Zeitraum von Ärzten schriftlich zugewiesenen Patienten mit chronischen Schmerzen wurden ausgewertet. Mit durchschnittlich nur 9 Konsultationen innerhalb eines Jahres erfuhren 78% dieser chronischen, vorgängig therapieresistenten Schmerzpatienten eine Verbesserung der Beschwerden oder gar Beschwerdefreiheit.

Pfister M, Fischer L. Die Behandlung des komplexen regionalen Schmerzsyndroms (CRPS) der oberen Extremität mit wiederholter Lokalanästhesie des Ganglion stellatum. Praxis 2009;98:247–57. Kommentar: Klare und rasche Resultate beim schweren Krankheitsbild des CRPS. Mit der Lokalanästhesie über den Sympathikus inkl. Integration von Störfeldern. In dieser Arbeit werden neue Aspekte der neurogenen Entzündung diskutiert, sie wurde peer reviewed publiziert und hat eine hohe internationale Resonanz ausgelöst.

Dönges A, Fischer L, Marian F, Widmer M, Herren S, Busato A. Evaluation of neural therapy and comparison with conventional medicine: Structure, Process an Outcomes. 2005. Institut für Evaluative Forschung in der Orthopädischen Chirurgie, Universität Bern (A. Busato) und KIKOM, Dozentur Neuraltherapie, Universität Bern (L. Fischer). Kommentar: Verglichen wurden 191 Praxen mit konventioneller Medizin und 3263 Patienten versus 30 Praxen mit integrierter Neuraltherapie und 1127 Patienten. Outcomes: Bessere positive Behandlungseffekte in der Neuraltherapiegruppe mit höherer Patientenzufriedenheit. Die neuraltherapeutisch behandelten Patienten benötigten signifikant weniger Medikamente. Ebenfalls signifikant geringere Arbeitsunfähigkeiten in der Neuraltherapiegruppe. Längere Warteliste in neuraltherapeutischen Praxen. Die Neuraltherapie wird in den meisten Fällen nicht additiv, sondern substitutiv angewendet.

Mermod J, Fischer L, Staub L, Busato A. Patient satisfaction of primary care for musculoskeletal diseases: A comparison between Neural Therapy and conventional medicine. BMC 2008;8/33:1-10. http://www.biomedcentral.com/1472-6882/8/33 Institut für Evaluative Forschung in der Orthopädischen Chirurgie, Universität Bern (A. Busato) und KIKOM, Dozentur Neuraltherapie, Universität Bern (L. Fischer). Kommentar: Diese grosse Studie mit insgesamt 405 Patienten wurde 2008 einerseits als Dissertation von der Universität Bern anerkannt, andererseits im BMC peer reviewed publiziert. Sie zeigt signifikant bessere Behandlungsresultate bei Patienten, welche mit Neuraltherapie behandelt wurden (gegenüber konventioneller Behandlung). In der Neuraltherapiegruppe mussten auch weniger Arbeitsunfähigkeiten verschrieben werden.

Bissig P, Schoeni-Affolter F, Fischer L, Busato A. Is Neural Therapy cheaper than conventional medicine? A comparison of cost structure in Swiss primary care providers – An observational study. Anerkannt als Dissertation an der Universität Bern 2008, in Publikation. Institut für Evaluative Forschung in der Orthopädischen Chirurgie, Universität Bern (A. Busato) und KIKOM, Dozentur Neuraltherapie, Universität Bern (L. Fischer). Kommentar: Verglichen wurden rein konventionell-medizinische Grundversorgerpraxen mit Grundversorgerpraxen, welche die Neuraltherapie integriert haben. Es wurden insgesamt 4103 Patienten ausgewertet. Bei den totalen jährlichen Kosten fand sich keine Differenz (obwohl in der Neuraltherapiegruppe länger und schwerer kranke Patienten behandelt wurden), jedoch in der Kostenstruktur: Beispielsweise benötigten Neuraltherapiepatienten signifikant weniger Medikamente. In der Neuraltherapiegruppe mussten auch weniger Physiotherapien verschrieben werden, ebenfalls weniger Arbeitsunfähigkeiten. Auch die Laborkosten waren bei den neuraltherapeutisch tätigen Grundversorgern niedriger.

Fischer L. Wie Lokalanästhetika chronische Schmerzen kontrollieren können. Hausarzt Praxis 2007;(11):40-43.

Fischer L, Pfister M. Wirksamkeit der Neuraltherapie bei überwiesenen Patienten mit therapieresistenten chronischen Schmerzen. Schweiz Zeitschr GanzheitsMedizin 2007;19/1:30-35. Kommentar: Eingeschlossen waren alle von Ärzten schriftlich zugewiesenen Schmerzpatienten (n = 72) zur Neuraltherapie, welche im Durchschnitt sechs Jahre an der Schmerzkrankheit litten und therapieresistent auf alle konventionell-medizinischen Massnahmen (evidenz-basiert) waren. Zwei Dritteln der Patienten konnte sehr gut geholfen werden mit mehrmonatiger Beobachtungszeit. Im Durchschnitt waren lediglich 8.2 neuraltherapeutische Konsultationen insgesamt pro Patient notwendig. Bei mehr als der Hälfte der Patienten konnte der Schmerzmittelverbrauch langfristig gesenkt werden. Verschiedene bereits geplante Operationen (dokumentiert) konnten eingespart werden.

Fischer L, Barop H, Maxion-Bergemann S. Health Technology Assessment Neuraltherapie nach Huneke (HTA) im Rahmen Programm Evaluation Komplementärmedizin (PEK) des Schweizerischen Bundesamtes für Gesundheit. Januar 2005. Zusammenfassung unterhttp://www.santh.ch/assets/files/downloadsection/de/3_Literatur/40_Publikationen/Health%20technology%20assesment-Bericht%20Zusammenfassung.pdf Kommentar: Die Wirksamkeit, Zweckmässigkeit, Wirtschaftlichkeit, wird hier nachgewiesen, teilweise auch mit Hilfe international renommierter Publikationen. Zudem wird die Integration der lokalen und segmentalen Neuraltherapie (als diagnostische und therapeutische Lokalanästhesie) in die konventionelle Medizin aufgezeigt, ebenso der Nachweis des Störfeldes (in weltweit anerkannten peer reviewed publizierten Arbeiten).

 

Lehrbuchempfehlung:

• H. Barop, Lehrbuch und Atlas der Neuraltherapie nach Huneke
Hippokrates Verlag Stuttgart, 2.Auflage 2014
• H. Barop, Taschenatlas der Neuraltherapie nach Huneke
Hippokrates Verlag Stuttgart, 2001
• L. Fischer, Neuraltherapie nach Huneke, Grundlagen, Technik, praktische Anwendung
Hippokrates Verlag Stuttgart, 4. Auflage 2014

• S. Weinschenk (Herausg.), Handbuch Neuraltherapie: Diagnostik und Therapie mit Lokalanästhetika, Elsevier Verlag München, 2010

• P. Dosch, Lehrbuch der Neuraltherapie nach Huneke
Haug Verlag Heidelberg, 14. Auflage 1995